Über uns

Das Stammzellnetzwerk.NRW (vormals Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW) besteht seit dem Jahr 2002 und setzt sich nicht allein aus biomedizinischen Instituten und Kliniken zusammen. Auch moralphilosophische sowie rechts- und sozialwissenschaftliche Einrichtungen gehören dazu. Diese Zusammensetzung spiegelt den transdisziplinären Ansatz des Netzwerks wider: Neben der Förderung biomedizinischer Stammzellforschung in NRW sollen ethische, rechtliche und sozialwissenschaftliche Studien einen verantwortungsvollen Umgang mit der Thematik gewährleisten, gerade angesichts der großen Erwartungen an diesen Forschungsbereich für die Zukunft. Insgesamt 70 Einrichtungen in NRW bilden das Netzwerk, an 19 verschiedenen Institutionen.

17

Jahre

Seit 17 Jahren in Nordrhein-Westfalen etabliert.

19

Institutionen

19 beteiligte Institutionen

11

Standorte

11 Standorte in Nordrhein-Westfalen

70

Institute

70 Institute aus den Bereichen Biomedizin, Philosophie, Rechts- und Sozialwissenschaften

Vision

Die Stammzellforschung wird künftig viele wissenschaftlich spannende Fragen beantworten. Vor allem aber kann sie dabei helfen, große gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern, zum Beispiel bei der Erforschung degenerativer Erkrankungen. Dafür müssen Stammzellforscherinnen und -forscher verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen zusammenarbeiten und ihr Wissen austauschen. Die zahlreichen Hochschulen Nordrhein-Westfalens bieten dafür hervorragende Grundbedingungen. In diesem Kontext hat auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Karriereförderung von Frauen in der Wissenschaft für das Netzwerk eine große Bedeutung.

Im Stammzellnetzwerk.NRW bündeln daher führende Wissenschaftler/-innen aus der Medizin und Biologie, Philosophie und Sozialwissenschaften, Jura und Theologie ihre Kompetenzen, um Stammzellforschung verantwortungsbewusst und transparent zu gestalten und zugleich die Entwicklungen in diesem Gebiet der Gesellschaft zugänglich zu machen.

Sowohl die biomedizinische Grundlagenforschung als auch die Überführung der Forschungsergebnisse in die praktische Anwendung werden im Stammzellnetzwerk.NRW adressiert. Parallel dazu geben Philosoph/innen, Rechts- und Sozialwissenschaftler/innen im Netzwerk wichtige Impulse, um Nutzen und Risiken der Forschungsprojekte zu diskutieren. Damit sollen naturwissenschaftliche wie ethisch-rechtliche Hindernisse überwunden werden.

Ansatz

Im Jahr 2002 nahm das Netzwerk, damals noch unter dem Namen „Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW“ seine Arbeit auf, finanziert durch das damalige Wissenschaftsministerium (heute Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW (MKW)). Die enge Verknüpfung der biomedizinischen Forschung mit ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten war von Beginn an ein zentrales Merkmal des Verbunds. Nur so ist eingesellschaftlicher Dialog über Nutzen und Risiken der biomedizinischen Forschung und ihrer Anwendungen möglich.

Inzwischen hat das Netzwerk national wie international großes Ansehen erworben. Zahlreiche regionale, nationale und internationale Projekte finden in seinem Rahmen statt, eng verknüpft mit einer interdisziplinär ausgerichteten Begleitforschung und einer gezielten Förderung junger Talente in der Wissenschaft.

Angesichts der seit 2002 andauernden Erfolgsgeschichte des Netzwerks hat das MKW eine dauerhafte Förderung des Netzwerks zugesagt. Diese begann am 01.01.2019 und damit einhergehend war auch die Änderung zu dem neuen Namen Stammzellnetzwerk.NRW.

Die Standorte des Netzwerks finden sich in ganz Nordrhein-Westfalen, in Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln, Münster und Witten/Herdecke.  Auch inhaltlich deckt es die Stammzellforschung in aller Breite ab. 

Da der gesellschaftliche Dialog einen hohen Stellenwert hat, finden sich im Beirat des Netzwerks Vertreter/innen der Bereiche Politik und Regulation, Wissenschaft und Klinik, Wirtschaft, Patientenorganisationen sowie des Bereichs Religion und Weltanschauung.

Das Stammzellnetzwerk.NRW gilt als Vorbild für das Konzept des Landes Nordrhein-Westfalen, die landesweiten Aktivitäten auf dem Gebiet der Stammzellforschung zu bündeln, junge Talente zu fördern und den Forschungsstandort NRW im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu platzieren.

9

Research Groups

9 geförderte Junior Research Groups (in Kooperation mit dem Wissenschaftsministerium in NRW)

Über

50

Projekte

Über 50 geförderte Projekte zur Anschubfinanzierung (in Kooperation mit dem Wissenschaftsministerium in NRW)

7000

Teilnehmende

Seit 2002 bereits 20 (inter)nationale Konferenzen mit insgesamt ca. 7.000 Teilnehmenden

258

Wissenschaftler/innen

258 beteiligte Forschende aus NRW