
Verantworten
Der Mangel an international einheitlichen Richtlinien zur Anwendung von stammzellbasierten Produkten und Therapien bringen große Unsicherheiten für den potentiellen Anwender (Patienten) mit sich. Ab heute bietet das Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW die deutsche Version der Richtlinien zur klinischen Translation von Stammzellforschung und ein Patientenhandbuch der Internationalen Gesellschaft für Stammzellforschung (ISSCR) an.
Warnung vor ungeprüften Therapien mit adulten Stammzellen / Patientenaufruf
Verschiedene Anbieter weltweit, unter ihnen das in Köln und Düsseldorf ansässige XCell-Center, bieten Patienten -auch für bislang unheilbare Krankheiten - eine Therapie mit adulten Stammzellen an. Die biomedizinische Arbeitsgemeinschaft warnt, wie zuvor die die Deutschen Parkinson-Gesellschaft, in Ihrer aktuellen Stellungnahme vor einer Behandlung. In seiner Online-Ausgabe vom 06.10.09 berichtet auch der Spiegel kritisch über das XCell-Center und fordert in einem Leseraufruf Patienten auf, Ihre Erfahrungen mitzuteilen. Auch die Sendung Frontal 21 im ZDF berichtet über die Einrichtung.

Erörtern
Trügerisches Modell: Stammzellen von Mensch und Maus unterscheiden sich stärker als vermutet.
Seit Jahren rätseln Wissenschaftler, wie weit sich Erkenntnisse aus Untersuchungen an embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) von Mäusen auf den Menschen übertragen lassen. Eine aktuelle Untersuchung von Forschern um Hans Schöler vom Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Biomedizin in Münster, ist jetzt in der Fachzeitschrift Cell Stem Cell erschienen.
Für und Wider der Einlagerung von Nabelschnurblut
Die Einlagerung des Nabelschnurblutes als Gesundheitsvorsorge für ihre Nachkommen interessiert viele werdende Eltern und Großeltern.Anhand einer Literaturrecherche wissenschaftlicher Publikationen beweisen Mitarbeiter der Jose Carreras Stamzellbankdas es an tatsächlichen Anwendungensoptionen solcher kryokonservierten Zellen mangelt.
Artikel Deutsches Ärzteblatt 2009

Fördern
Die Entscheidung ist gefallen! Drei Wissenschaftler werden für die Zeit von fünf Jahren über das Kompetenznetzwerk Stammzellforschung NRW gefördert. Die Förderung erhalten Joachim Göthert, Takashi Hiiragi und Wolfgang Wagner für den Aufbau ihrer eigenen Arbeitsgruppe an der Universität Duisburg-Essen, dem Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster und an der RWTH Aachen. Mit der Weiterführung dieses Programms bekräftigt das Innovationsministerium seine Unterstützung des Netzwerks. Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung

Diskutieren
Am 5.-6. April 2011 wird das Kompetenznetzwerk seine erfolgreiche Konferenzreihe fortsetzen und bereits zum 6th International Meeting einladen. Veranstaltungsort im Jahr 2011 ist das Congress Center West in Essen. Neue Schwerpunkte der Veranstaltung in der diesjährigen Kulturhauptstadt werden Homing & Migration, Niche, Hypoxia & Metabolism sowie Non-human Primate Pluripotent Stem Cells sein. Näheres auf der Kongresswebseite.

Informieren
Internetkurzinformation zur Stammzellforschung:
Über den naturwissenschaftlichen Sachstand zur Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen und die vielfältigen damit zusammenhängenden ethischen und rechtlichen Fragen informiert Sie unser Blickpunkt Stammzellforschung. In mehreren Modulen und weiterführenden Hinweisen erhalten Sie zudem Anhaltspunkte für die weitere Recherche.

Fokussieren
Forschungslandkarte NRW:
Durch verschiedene Forschungsansätze wird das Spektrum wissenschaftlicher Fragestellungen der adulten und embryonalen Stammzellforschung in NRW breit abgedeckt. Zu unserem Kompetenznetzwerk gehören die Standorte Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster und Witten/Herdecke. Mit den ethischen, rechtlichen und sozialwissenschaftlichen Aspekten der Stammzellforschung befassen sich in Bonn, Düsseldorf, Duisburg-Essen, Köln und Münster Institute verschiedener Fachbereiche. Einen guten Gesamtüberblick vermittelt die Forschungslandkarte.

Nachlesen
Dossier Stammzellforschung:
Die ethische Beurteilung und die rechtliche Regelung der Forschung
mit menschlichen embryonalen Stammzellen werden derzeit weltweit intensiv diskutiert. Um einen Überblick über die Fülle der einschlägigen Dokumente in diesem Bereich zu ermöglichen wurde für das Kompetenznetzwerk ein Dossier erstellt.


