Weiterbildungsangebote und Workshops sehr beliebt bei den Stammzellforscher/innen des Netzwerks


18.12.2020   News


Zur Vorbereitung junger Wissenschaftler/innen auf Führungsaufgaben und die nächsten Karriereschritte, aber auch um einen Einblick in das Themenfeld unbewusste Diskriminierung in der Wissenschaft zu geben, hat das Stammzellnetzwerk.NRW in den vergangenen Wochen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten und Workshops angeboten.

Workshop

Das Stammzellnetzwerk.NRW setzt sich für Diversität ein, möchte das Bewusstsein für dieses Themenfeld stärken und darüber aufklären. Am 9.12.2020 bot daher ein speziell auf den MINT-Bereich ausgerichteter Workshop mit dem Titel “How equal is science? Unconscious discrimination and what to do about it" einen ersten Einblick in den Themenbereich der unbewussten Voreingenommenheit (Unconscious Bias). Mit einer interessanten Mischung aus Vorträgen und interaktiven Anteilen wurde den Teilnehmenden von der erfahrenen Trainerin Wissen zum aktuellen Forschungsstand zu Stereotypen, Gender Bias und Unconscious Bias im Kontext der Wissenschaft vermittelt. Durch Reflexionsübungen konnten sie sich der Auswirkungen von unbewusster Voreingenommenheit auf ihr berufliches und/oder persönliches Leben bewusst werden. Zudem bestand die Möglichkeit, Erfahrungen mit Diversität und Vorurteilen in kleinen Gruppen zu diskutieren. Abschließend wurden gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet, um künftig das eigene stereotype Denken besser zu reflektieren und verzerrte Urteile, aufgrund derer Menschen unbeabsichtigter Weise unfair behandelt werden, zu verhindern.

Um den Transfer der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung zu fördern und für den Translationsprozess essenzielle Kenntnisse zu vermitteln, wurden Anfang Dezember zwei halbtägige Workshops angeboten, die Einblicke in spezifische GxP-Bereiche boten. Themenschwerpunkte waren sowohl Grundlagen der GxP-Qualitätskontrolle und deren Umsetzung in Laboren an Universitäten oder Universitätskliniken als auch die dem GMP-Standard entsprechende Dokumentation von (Forschungs-) Ergebnissen. Im letzten Jahr fand bereits ein vom Stammzellnetzwerk.NRW organisierter Einführungsworkshop zum Themenfeld GMP statt.

Zur Vorbereitung junger Wissenschaftler/innen auf den Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe, die damit verbundene Übernahme von Personalverantwortung oder die Etablierung als unabhängige/r Wissenschaftler/in hat das Stammzellnetzwerk.NRW ein Führungskräfte-Entwicklungsprogramm initiiert. Da das Angebot auf großes Interesse stieß und es weit mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze gab, wurden die Teilnehmer/innen anhand von Motivationsschreiben ausgewählt. Das Programm startete im Oktober und richtet sich speziell an Postdocs und Gruppenleiter/innen. Die angebotenen Workshops werden von einem professionellen Coach mit langjähriger Erfahrung in der Ausbildung von Führungskräften geleitet. Teil I fand Ende Oktober in Köln statt, Teil II als virtuelle Veranstaltung am 11. Dezember. Der dritte und abschließende Teil der Reihe ist für Anfang Januar geplant.

Insgesamt nahmen knapp 80 Wissenschaftler/innen an den verschiedenen Aktivitäten teil. Auch im nächsten Jahr wird das Stammzellnetzwerk.NRW wieder verschiedene Maßnahmen anbieten, die vor allem Qualifikationsbereiche adressieren sollen, die an den Universitäten nicht ausreichend oder gar nicht abgedeckt werden. So sind aufgrund der positiven Resonanz unter anderem ein weiteres Supervisionsangebot sowie die Wiederaufnahme des virtuellen Diskussionsformats „Ask the Stem Cell Expert“ angedacht.