Translationale Schmerzforschung

Prof. Dr. Tim Hucho

Uniklinik Köln, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

Universität zu Köln

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Schmerzschwellen peripherer sensorischer „Schmerzneuronen“, sog. Nozizeptoren, sind hochgradig veränderbar. Sie können u.a. von Entzündungsmediatoren oder Wachstumsfaktoren so stark erniedrigt werden, dass körpereigene Stimuli wie Blutdruck oder Körpertemperatur ausreichen, einen Schmerzreiz auszulösen. Während viele schwellenmodulierende extrazelluläre Substanzen bekannt sind, so gilt es, die intrazelluläre Signalverarbeitung noch zu untersuchen. Diese Forschung ist herausfordernd, da adulte nozizeptive Neuronen kaum transfizierbar sind, nur in geringer Zahl aus Tieren gewonnen werden können und Zellen aus Menschen kaum zugänglich sind. Meine Arbeitsgruppe hat hierzu einen High Content Screening Mikroskopieansatz entwickelt, der die Analyse von tausenden von Neuronen auf Einzelzellebene ermöglicht. Diesen wenden wir u.a. auf die Analyse intrazellulärer Signalnetzwerke in humanen iPS-Zellen abgeleiteten nozizeptiven Neuronen als Modellsystem menschlicher Schmerzmechanismen an.


Tags:  Induzierte pluripotente Stammzellen  Nervensystem  Krankheitsmodellierung  Präklinische Studien  Biomarker