Multiple Risiken. Kontingenzbewältigung in der Stammzellforschung und ihren Anwendungen

Prof. Dr. Renate Martinsen

Institut für Politikwissenschaft

Universität Duisburg-Essen

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Vor dem Hintergrund öffentlicher Stammzelldebatten und einer dynamischen Entwicklung in diesem biomedizinischen Forschungsfeld wächst die Kontingenz von Entscheidungen, die — sobald sie einen Bezug auf kollektiv verbindliches Entscheiden aufweisen — auf Entscheidungsträger zugerechnet und somit zu politischen Risiken transformiert werden. Durch den Einbezug gesellschaftlicher Akteure wird zunehmend versucht, die Legitimation von politischen Entscheidungen in sensiblen Politikfeldern auf eine sozial breitere Basis zu stellen. Im politikwissenschaftlichen Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Multiple Risiken: Kontingenzbewältigung in der Stammzellforschung und ihren Anwendungen“ werden gesellschaftliche Diskurse zu Chancen und Risiken der Stammzellforschung mit Mitteln der qualitativen Sozialforschung einer differenzierten Analyse unterzogen und für die politische Praxis fruchtbar gemacht. Es wird angenommen, dass die transportierten Visionen eine steuernde Wirkung in der Gegenwart entfalten sowie Prognosen zur Anschlussfähigkeit konkreter Entscheidungspolitiken an die gesellschaftlichen Kommunikationsprozesse ermöglichen. 


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