Abteilung Zell- und Entwicklungsbiologie

Prof. Dr. Hans Schöler

Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

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Hans Schöler und sein Team untersuchen, wie sich Pluripotenz entwickelt und welche Mechanismen diesen Prozess antreiben. Sie haben gezeigt, dass Oct4 eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Pluripotenz übernimmt. In allen reifen Körperzellen wird die Oct4-Expression ausgeschaltet. Um reife Körperzellen in pluripotente Zellen umzuwandeln, muss Oct4 aktiviert werden.

Mit der Entschlüsselung der Prozesse, die Pluripotenz und Differenzierung kontrollieren, hat Schölers Team folgende Möglichkeiten eröffnet:

  • Die Fähigkeit, Hautzellen in induzierte Stammzellen (iPSCs) umzuwandeln, ermöglicht die nahezu unbegrenzte Erzeugung von Patienten-abgeleiteten neuronalen Zellen für die Krankheits-Modellierung und Medikamenten-Screening.
  • Durch die direkte Umwandlung lokaler somatischer Zelltypen in relevante Vorläuferzellen in vivo können diese Zellen zur Gewebewiederherstellung genutzt werden und bieten die Möglichkeit, verletzte oder gealterte Gewebe zu regenerieren. 
  • Durch iPSCs abgeleitete 3D-Zellkulturmodelle (Organoide), die die in vivo Entwicklung des menschlichen ZNS rekapitulieren, wird die Lücke zwischen Mensch und Tiermodell bei der Untersuchung neurodegenerativer Erkrankungen geschlossen und es können somit neue therapeutische Ansätze etabliert werden.

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