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Stammzellforschung an der Universität Duisburg-Essen

Am Universitätsklinikum Essen ergänzen sich die Stammzellforschung und die klinische Anwendung somatischer Stammzellen in einer einzigartigen Art und Weise. 

Ein instituts- und klinikübergreifender, angewandter Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf dem Gebiet der somatischen Blutstammzellen, welche sich aus dem Knochenmark, dem Nabelschnurblut und auch nach Zytokingabe aus dem peripheren Blut isolieren lassen. So werden in Essen bereits seit rund 30 Jahren routinemäßig Transplantationen von blutbildenden Stammzellen vorgenommen, die entweder vom Transplantatempfänger selbst (autolog) oder von geeigneten Spendern (allogen) stammen, die mit dem jeweiligen Patienten weitgehend übereinstimmende Gewebsmerkmale aufweisen. Die entsprechenden Gewebemerkmale werden am Institut für Transfusionsmedizin ermittelt. Die Transplantationen selbst werden in der Klinik für Knochenmarktransplantation durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin (Tumorforschung) und der Klinik für Hämatologie sind bereits bei mehr als 2500 Patienten Stammzelltransplantationen durchgeführt worden. Damit ist das UK Essen das größte Knochenmark- und Stammzelltransplantationszentrum Europas.

Forschungsprojekte und Arbeitsgruppen:

 

Diese Therapieprogramme werden durch klinische, zell- und molekularbiologische sowie tierexperimentelle Forschungsprojekte begleitet, die auch wesentlich von der am Ort vorhandenen Kompetenz auf dem Gebiet der Zellgewinnung, Zelltrennung, Zellkonservierung und Phänotypisierung von Blutstammzellen profitieren. Den wissenschaftlichen Arbeitsgruppen steht neben zahlreichen in vivo-Modellen zur Transplantation hämatopoetischer Zellen in Maus und Ratte auch eine moderne Einheit zur Untersuchung von spezifischen Genaktivitäten mittels DNA-Mikroarray-Technologie zur Verfügung. Am Universitätsklinikum Essen kooperieren zahlreiche klinische und grundlagenorientierte Institute, um die Stammzelldifferenzierung im Hinblick auf den Einsatz neuer Therapien effektiv zu erforschen.

Forschungsprojekte und Arbeitsgruppen:

Klinik für Hämatologie (Direktor: Prof. Dr. U. Dührsen)

  • AG Dr. J. Göthert - Rolle des hypoxischen Reaktionswegs für die Funktion normaler blutbildender und leukämischer Stammzellen
  • AG Khandanpour - Funktion des Transkriptionsfaktors Gfi1 in der akuten myeloischen Leukämie und seine Bedeutung als Zielstruktur für neue Therapien
  • AG J. Dürig - Biologie und neue Behandlungsmodalitäten bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL)
  • AG B. Opalka - Untersuchungen an mesenchymalen Stammzellen, die aus dem Knochenmark von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie gewonnen wurden
  • PD Dr. A. Röth - Therapeutischer Ansatz, der auf bestimmte leukämische Stammzelleigenschaften der essentiellen Thrombozythämie (myeloproliferative Neoplasie) abzielt

Institut für Transfusionmedizin (Direktor: Prof. Dr. P. Horn)

  • AG H. Klump - Entwicklung von hämatopoetischen Stamm- und Vorläuferzellen aus embryonalen und induzierten pluripotenten Stamm (iPS-) Zellen, in vitro
  • AG S. Heinrichs - Molekulare Mechanismen der Expansion hämatopoetischer Stammzellen
  • AG B. Giebel - Mechanismen zur Steuerung von humanen somatischen Stamm- und Vorläuferzellen (hämatopoetische Stammzellen [HSCs], mesenchymale Stammzellen [MSCs] und endotheliale Vorläuferzellen [ECFCs] und deren Selbsterhaltung vs. Differenzierung sowie regenerative Bedeutung von MSC Exosomen

Institut für Experimentelle Immunologie und Bildgebung (Direktor: Prof. Dr. M. Gunzer)

  • Mit welcher Dynamik verhalten sich hämatopoetische Stammzellen und reife Effektorzellen unter Normalbedingungen sowie unter dem Einfluss verschiedener Mobilisationsagenzien

Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (Direktor: Prof. Dr. S. Lang) 

  • AG S. Brandau - Wie reagieren MSZ auf exogene (Pathogene) und endogene Gefahrensignale und welchen Einfluss hat diese Reaktion auf die Interaktion von MSZ und umgebenden Immunzellen

Lehrstuhl für vaskuläre Neurologie und Demenz

  • AG Dirk M. Herrmann - Effekte adulter Zellen unterschiedlicher Provenienz (neural, mesenchymal) sowie Exosomen in in vivo Modellen zerebraler Ischämie mit besonderem Fokus auf Folgen der Transplantation/Applikation auf zerebrale Plastizität, endogene Neurogenese, Neuroinflammation und neurologische Funktionserholung

Ihr Ansprechpartner am Standort Essen ist Herr Prof. Dr. P. Horn. Sie erreichen ihn unter peter.horn[at]uk-essen.de

Tel. +49 201 723 4201

Ergänzende Informationen

Für weiterführende Informationen zu den Standorten und den jeweiligen Arbeitsgruppen klicken Sie bitte auf die Überschriften.