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Stammzellforschung an der Ruhr-Universität Bochum

Die Stammzellforschung wird an der Ruhr-Universität Campus übergreifend in den Naturwissenschaftlichen Fakultäten und in der Medizinischen Fakultät sowohl in den naturwissenschaftlichen Abteilungen des Campus als auch in klinischen Arbeitsgruppen betrieben.

Arbeitsgruppen:

AG Zellmorphologie & Molekulare Neurobiologie

 

In der Fakultät für Biologie und Biotechnologie wird die Stammzellnische thematisiert. Ein besonderer Akzent liegt hierbei auf der Charakterisierung der Extrazellulärmatrix (EZM) der neuralen Stammzellnische.

Hierbei stehen Untersuchungen zur funktionalen Bedeutung der EZM in der Stammzellnische für Selbsterhalt, Proliferation und Differenzierung neuraler Stammzellen im Mittelpunkt. Die Verwendung seltener Glykane als Stammzellmarker und die Genregulation in neuralen Stammzellen und in humanen, induzierten pluripotenten Stammzellen werden untersucht. Die Bedeutung der EZM für die Differenzierung glialer Progenitoren und die Regulation von Glioma Stammzellen stellen weitere Themen der Arbeitsgruppe dar (Prof. A. Faissner, Zellmorphologie & Molekulare Neurobiologie, Fak. Bio. & Biotechn.). 

AG Molekulare Zellbiologie

 

Ein weiteres Thema bilden die neuralen Stammzellen des Rückenmarks und ihre Bedeutung für die Generation von Motoneuronen. Diese Arbeiten stehen in einem weiteren Zusammenhang mit der Untersuchung der molekularen Mechanismen neuronaler Degeneration des Rückenmarks, z.B. im Kontext der Amyotrophen Lateralsklerose ALS (Prof. S. Wiese, AG Molekulare Zellbiologie, Fak. Bio. & Biotech.).  

Experimentelle Neurophysiologie

 

Im Kontext der Neuropathologie wird auch die Aktivierung der Stammzellnische durch Kortex-Läsionen betrachtet. Die Reaktion adulter neuraler Stammzellen auf Schäden des ZNS wird in einem Modell definierter Laser-Läsionen des visuellen Kortex analysiert. Es konnte dargestellt werden, dass die adulten Stammzellen des ZNS durch eine umschriebene Laser-Läsion aktiviert werden. Die aktivierten Stammzellen sind ausschließlich in der geschädigten Kortexhälfte nachweisbar und können über mehrere Passagen subkultiviert werden (Kollaboration zwischen Prof. U. Eysel (Neurophysiologie der Med. Fakultät) und A. Faissner (Zellmorphologie & Molekulare Neurobiologie, Fak. Bio. & Biotechn.). 

Abteilung Anatomie

 

Die Abteilung von Prof. B. Brand-Saberi (Anatomie der RUB) befasst sich mit der Genese der Somiten und der Untersuchung von Progenitoren der Muskel- sowie der Gefäßbildung. In diesem Rahmen sollen auch Stammzellen und die Differenzierung in mesodermale Derivate thematisiert werden. 

Im Klinikum Bergmannsheil werden die Stammzellen des Bindegewebes näher untersucht. Hier geht es um die Interaktion der mesenchymalen Stammzellen mit Explantaten, die aus verschiedenen Metall Legierungen gefertigt werden. Die Kooperation mit der Materialforschung ist von erheblichem praktischen Interesse, da Erkenntnisse zur Verträglichkeit von Prothesen, z.B. für Hüftgelenke erwartet werden. 

Der Bezug zur therapeutischen Dimension wird im klinischen Bereich angestrebt. Im Kontext gestörter sensorischer Funktionen werden aktuell Forschungsthemen entwickelt, die auf die Regeneration der Haarzellen des Innenohres abzielen (Dr. S. Volkenstein, Prof. S. Dazert, HNO-Klinik). Im Bereich kadiovaskulärer Erkrankungen werden Projekte zur Bedeutung endothelialer Progenitoren (Prof. A. Mügge, Herz- und Kreislaufzentrum der Kliniken der R-Universität Bochum) sowie zur Einsetzbarkeit mesenchymaler Stammzellen und/oder Progenitoren für die Regeneration des Myokards (Herz- und Diabetes Zentrum Bad Oeynhausen) verfolgt. An der Neurologischen Klinik des Josephskrankenhauses befasst sich eine Arbeitsgruppe mit der Einwirkung inflammatorischer Zytokine, die im Rahmen neuro-inflammatorischer Erkrankungen auftreten, auf das Differenzierungsverhalten neuraler Stammzellen (Jun.-Prof. Dr. I. Kleiter, Prof. R. Gold).    

Fakultät für Chemie und Biochemie

 

In der Fakultät für Chemie und Biochemie befassen sich aktuell Arbeitsgruppen mit der Bedeutung des transgenetisch über-exprimierten ras-Gens für die Regulation der Proliferation und Differenzierung neuraler Stammzellen (Modell der Syn-Ras Mäuse, Prof. R. Heumann, Biochemie II). Diese Studien haben in jüngerer Zeit einen Bezug zur Generation dopaminerger Neurone hergestellt. Eine weitere Abteilung untersucht die Bedeutung glutamaterger Neurotransmission für die Differenzierung embryonaler Stammzellen. Aktuelle Arbeiten konzentrieren sich auf die Expression von Glutamatrezeptor Untereinheiten im Kontext der Differenzierung der ES-Zellen in einem Modell von ES-Zellen der Maus (Prof. M. Hollmann, Biochemie I). 

An der Ruhr-Universität gibt es übergreifende Kooperationen zwischen den Fakultäten für Biologie und Biotechnologie (Prof. Dr. A. Faissner) und der Fakultät für Chemie und Biochemie (Prof. Dr. M. Hollmann), die bereits zu gemeinsamen Publikationen geführt hat; außerdem bestehen Kooperationen zwischen der Fakultät für Biologie und Biotechnologie und mehreren Arbeitskreisen der Medizinischen Fakultät.  

Sonstiges

 

Frau Prof. B. S. Brand-Saberi koordiniert die Einrichtung eines neuen, internationalen Master Studienganges zur Stammzellbiologie in Kooperation mit der VR China. Die Entwicklung des Studienganges wird von verschiedenen Standorten des Netzwerkes NRW unterstützt. (http://www.ruhr-uni-bochum.de/istem/)

Informationen zum Verbund der Kliniken in Bochum: (http://www.r-uni-bochum.de/medizin/kliniken/index.html)

Ihr Ansprechpartner an der Universität Bochum ist Prof. Dr. A. Faissner.

Sie erreichen ihn unter Tel. 0234-3228852; E-Mail: Andreas.Faissner[at]ruhr-uni-bochum.de

Ergänzende Informationen

Für weiterführende Informationen zu den Standorten und den jeweiligen Arbeitsgruppen klicken Sie bitte auf die Überschriften.