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Stammzellforschung an der Universität Essen

Am Universitätsklinikum Essen wird Stammzellforschung sowohl an somatischen Stammzellen von Mensch und Tier als auch an embryonalen Stammzellen von nicht-humanen Primaten durchgeführt. Ein Schwerpunkt der Arbeiten liegt auf dem Gebiet der somatischen Blutstammzellen, die sich aus dem Knochenmark, dem Nabelschnurblut und auch nach Zytokingabe aus dem peripheren Blut isolieren lassen. Bereits seit mehr als 26 Jahren werden in Essen bei verschiedenen Erkrankungen regelmäßig Transplantationen von blutbildenden Stammzellen durchgeführt, die entweder vom Transplantatempfänger (autolog) oder von geeigneten Spendern (allogen) stammen. Für diesen Bereich existiert eine eigenständige Klinik für Knochenmarktransplantation. Zusammen mit der Inneren Klinik (Tumorforschung) und der Abteilung für Hämatologie sind bei mehr als 2200 Patienten Stammzelltransplantationen durchgeführt worden. Diese Therapieprogramme werden durch klinische, zell- und molekularbiologische sowie tierexperimentelle Forschungsprojekte begleitet und nutzen die am Ort vorhandene Kompetenz auf dem Gebiet der Zellgewinnung, Zelltrennung, Zellkonservierung und Phänotypisierung von Blutstammzellen. Den Arbeitsgruppen steht neben zahlreichen In-vivo-Modellen zur Transplantation hämatopoetischer Zellen in Maus und Ratte auch eine Einheit zur Untersuchung differentiell exprimierter Genmuster mit Hilfe der DNA-Mikroarray-Technologie zur Verfügung. Die Forschungsschwerpunkte umfassen die Charakterisierung und genetische Modifikation hämatopoetischer Zellen des Menschen und der Maus, Untersuchungen zur Differenzierung von Blutstammzellen in parenchymatöses Gewebe wie Herzmuskelzellen oder Leberzellen, Auswirkungen einer Zytokin-vermittelten Mobilisierung von Knochenmarkstammzellen auf die Funktion des geschädigten Herzens und Untersuchungen zur Rolle der Blutstammzellen bei der Regeneration des geschädigten Gewebes nach Strahlentherapie. Darüber hinaus werden im Bereich der Augenheilkunde Forschungsarbeiten mit epithelialen Vorläuferzellen der Hornhaut durchgeführt. Auf dem Gebiet der embryonalen Stammzellen wird die Frage von Pluripotenz oder Totipotenz experimentell an nicht-humanen Primaten-Stammzellen bearbeitet. Der Fokus liegt auf der Beziehung zwischen Differenzierungspotential und Musterbildungseigenschaften der embryonalen Stammzellen. Somit kooperieren am Universitätsklinikum Essen ausgehend von den Transplantationsabteilungen zahlreiche klinische und grundlagenorientierte Institute, um die Stammzelldifferenzierung im Hinblick auf den Einsatz neuer Therapien effektiv zu erforschen.

Ihr Ansprechpartner am Standort Essen ist Herr Prof. Dr. Peter Horn. Sie erreichen ihn unter

peter.horn[at]uk-essen.de

Tel. +49 201 723 4200

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