Bielefeld
Stammzellforschung an der Universität Bielefeld
An der Universität Bielefeld konzentriert sich die Stammzellforschung auf zellbiologische und bioverfahrenstechnische Aspekte adulter Stammzellen. Die Arbeiten werden dabei im Wesentlichen von den Lehrstühlen für Zellbiologie der Tiere (Prof. Dr. C. Kaltschmidt, bis 2006 Universität Witten-Herdecke) und Zellkulturtechnik (Prof. Dr. Thomas Noll, bis 2005 am Forschungszentrum Jülich), sowie an der AG Neuroprotektion (Prof. Dr. B. Kaltschmidt, bis 2008 an der Universität Witten-Herdecke) durchgeführt.
Gegenwärtig werden insbesondere periodontale Stammzellen humanen Ursprungs untersucht, die interessante Eigenschaften für potentiell therapeutische Ansätze bieten. Im Zentrum stehen Fragen einerseits zum Erhalt der Pluripotenz, der gerichteten Differenzierung und zur genetischen Stabilität, andererseits Fragen zur Bioreaktor- Kultumedien- und Prozessentwicklung für die Vermehrung von Stammzellen im therapeutischen Maßstab.
Als Forschungshighlight für den Standort Bielefeld gemeinsam mit der Universität Witten-Herdecke kann die Isolierung von humanen somatischen Stammzellen aus dem menschlichen Peridontium und anschließender Differenzierung genannt werden. Im Berichtszeitraum konnte auch gezeigt werden, dass der Transkriptionsfaktor NF-kB einen wichtigen Regulator der Proliferation von adulten neuralen Stammzellen darstellt.
Ihre Ansprechpartner aus der Ethisch-Rechtlich-Sozialwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft an der Universität Bielefeld sind Frau Dr. Martina Franzen und Herr Prof. Dr. Alfons Bora (Institut für Wissenschafts- und Technikforschung), zu erreichen unter Tel. 0521 106 6884; E-Mail: bora[at]iwt.uni-bielefeld.de bzw. martina.franzen[at]uni-bielefeld.de

